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Eine der schönsten Hommagen ans “Golden Age of Jazz Guitar”: Philipp Stauber |
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Im richtigen Hafen |
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Nach dem Hochgenuss von "four colours - one picture" - das war im November 2005 [hier] - wähnte agas ihn im Geiste schon bei Heiner Franz' Jardis Label. Nun ist er tatsächlich dort eingelaufen, in just der selben Besetzung wie auch schon auf "Slowfood" und dann den besagten "colours", nämlich mit Henning Sieverts am Bass, Till Martin am Sax und Bastian Jütte am Schlagzeug, jetzt aber zusätzlich mit dem glänzenden Pianisten Jan Eschke, der in "Jan's Delight" ein Feature bekommt, das zum puren Hörvergnügen wird. Geschrieben hat das Stück Philipp Stauber, und dessen neues Album "Foolish Hearts" [JRCD 21056] ist eine einzige Delikatesse in neun Live-Stücken aus einem Konzertsaal am Ammersee und dazu noch einer vom Bayerischen Rundfunk im selben beigesteuerten Funkaufnahme, auch im selben Setup. Das signalisiert Beständigkeit. Bei Jardis In Saarbrücken ist der Münchener und einstige Schüler von Karl Ratzer und seinem langjährigen Mentor Kosta Lukacs, der auch Stunden bei Howard Roberts und Joe Pass im Stammbuch hat, in denkbar bester, weil angemessener Gesellschaft, dieser vorzügliche Jazzgitarrist mit dem Feeling der großen Meister der klassischen Jazzgitarre- Moderne, mit gerade so viel Wes im Blut, dass es seine sechs eigenen Stücke und die vier anderen von Duke, Trane, Vic Young und Lagrène nicht versehentlich doch noch korrumpiert. Aber dieser Mann ist nun mal nicht korrumpierbar, das hat er nicht nötig. Er präsentiert sich mal sanft und beinah zärtlich wie in Youngs "Foolish Heart", mal ein kompakt swingender progressiver Mainstreamer, den seine kongeniale Mannschaft wie auf Flügeln trägt und auch mal der fein dosierende Begleiter und veritable Fingerstylist. Und er ist, last not least, ein Virtuose, dessen leichthändiger Umgang mit dem Instrument einfach nur blanke Bewunderung verdient. Er ist ein wunderbar stilvoller König der Phrasierung und - Beispiel Birélis "Place du Tertre" - ein bewundernswerter Erfinder sanft eigenwillig, aber immer "logisch" erscheinender Auslegungen von Fremdstoffen. Und er ist, wie in Coltranes "Moment's Notice" und seinem eigenen "Leitenberg Blues", ein Meister der delikaten Nuancierung - in toto: ein äußerst ästhetisch zu Werke gehender Gitarrist im absolut stabilen technischen und stilistischen Gleichgewicht, für den Einzeltonläufe und königliche Harmonien von gleichem Wert sind. Das alles plus der typische wunderschöne klassische Fünfziger-Jahre-Sound des Instruments - Herz, was willst du mehr! Unter besseren Sternen hätte das Wiederhören dieses exzellenten Gitarristen gar nicht stattfinden können. Anders ausgedrückt: Einfach himmlisch. |
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© agas |
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